Sonntag, 20.04.2014

 



   

Großer Preis von Australien (Melbourne)    
   


 
Datum: 16. März 2014
Startzeit: 07.00 Uhr/MEZ - 17.00 Uhr/Ortszeit
Ort: Melbourne
Streckenname: Albert Park Circuit
Erstes Formel-1-Rennen: 1996
Streckenlänge: 5,303 Kilometer
Anzahl Runden: 58
Renndistanz: 307,574 Kilometer
Durchschnittsgeschwindigkeit: 210 km/h
Top-Speed: 310 km/h
Internetadresse: www.grandprix.com.au
Rundenrekord:  
Qualifying: M. Schumacher (Ferrari) 1:24,408 (2004)
Rennen: M. Schumacher (Ferrari) 1:24,125 (2004)
Sieger der letzten Rennen: 2014: N. Rosberg (Mercedes)
  2013: K. Räikkönen (Lotus)
  2012: J. Button (McLaren-Mercedes)
  2011: S. Vettel (Red Bull)
  2010: J. Button (McLaren-Mercedes)
  2009: J. Button (Brawn GP)
  2008: L. Hamilton (McLaren-Mercedes)
  2007: K. Räikkönen (Ferrari)
  2006: F. Alonso (Renault)
  2005: G. Fisichella (Renault)
  2004: M. Schumacher (Ferrari)
  2003: D. Coulthard (McLaren-Mercedes)
  2002: M. Schumacher (Ferrari)
  2001: M. Schumacher (Ferrari)
  2000: M. Schumacher (Ferrari)
  1999: E. Irvine (Ferrari)
  1998: M. Häkkinen (McLaren-Mercedes)
  1997: D. Coulthard (McLaren-Mercedes)
  1996: D. Hill (Williams-Renault)
   




Der Große Preis von Australien in Melbourne gehört zu den stimmungsvollsten Rennen der Saison. Fahrer und Teams freuen sich auf das meist warme Wetter des australischen Spätsommers und eine ausgelassene Stimmung auf den Tribünen. Der Kurs in Melbourne ist - da er sonst für den "normalen Verkehr" freigegeben ist - sehr rutschig und es ist schwer, ein ideales Setup zu finden. Mit seinen Vollgaspassagen und genügend Überholmöglichkeiten bietet er alle Bedingungen für einen hervorragenden Saisonstart.

Mit einer Länge von 5,303 km, ist die Strecke von Melbourne eine der längsten im ganzen Grand-Prix-Kalender. Mehrere Male werden die Fahrer dazu gezwungen, aus hohen Geschwindigkeiten in den dritten oder zweiten Gang herunterzubremsen. Deswegen treten über die Distanz immer wieder Probleme mit nachlassenden Bremsen auf. Die Autos werden mit relativ viel Flügel gefahren, da es viele mittelschnelle bis flotte Kurven gibt. Lange Geraden sind selten. Das Fahrwerk wird eher weich denn mittel abgestimmt, damit die Autos in den teilweise sehr welligen Anbremszonen stabil bleiben, ihre Reifen nicht blockieren und damitlänger halten.

Schon in den Fünfzigerjahren wurden Formel-1-Rennen im Albert Park gefahren - mit zwei Unterschieden: gegen den Uhrzeigersinn und ohne WM-Status. Bis 1995 fand das Rennen in Adelaide statt. Mit dem Wechsel nach Melbourne rückte der Grand Prix vom Saisonende an den Anfang. 1985 wurde der erste Große Preis von Australien ausgetragen. Der Sieger des Debütrennens war der Finne Keke Rosberg im Williams-Honda. Der kürzeste australische Grand Prix fand 1991 statt - nach 14 von 81 Runden (gerade mal 53 Kilometer) musste wegen Regens gestoppt werden, zum Sieger wurde Ayrton Senna im McLaren erklärt. Er bekam dafür aber nur die halbe Punktzahl gutgeschrieben.

Seit Eröffnung des "Albert Park Circuit" im australischen Melbourne ist die Strecke regelmäßig Austragungsort des ersten Grand Prix der Rennsaison. Begonnen hat die Formel-1-Geschichte der Hochgeschwindigkeits-Strecke, auf der die Fahrer knapp 310 km/h erreichen können, fast mit einer Tragödie. Beim Eröffnungsrennen im Jahr 1996 überschlug sich der Wagen von Martin Brundle (Jordan-Peugeot) nach einer Kollision mit dem Boliden von David Coulthard. Brundle blieb unverletzt und setzte den Grand Prix unter dem Jubel der Zuschauer in einem Ersatzwagen fort.


Stimmen zum Rennen:

Nico Rosberg: "Melbourne, das bedeutet eine tolle Reise, eine tolle Stadt, tolle Fans. Die Rennstrecke ist schwierig, ein Stadtkurs, keine permanente Piste. Es gibt viele Kerbs, die man richtig erwischen muss. Die Strecke ist nicht ohne, man fährt mit sehr viel Abtrieb, weil es sehr viele Kurven und nicht so lange Geraden gibt. Auf einem Stadtkurs entwickelt sich eine Strecke immer, das dauert sehr lange. Wenn man am Freitag im Training anfängt, ist noch überhaupt kein Grip auf der Straße. Mit jeder Runde wird es dann besser. Da ist man gefragt, sich ständig anzupassen. Die Strecke hat sehr viele kurze Ecken, und es ist nicht so einfach zu überholen. Es sei denn, man darf das DRS-System am Heckflügel beutzen. Dann geht's immer."

Sam Michael (Sportdirektor McLaren): "Der Albert-Park-Straßenkurs bietet wenig Grip, hat langsame und mittelschnelle Kurven und zwei sehr schnelle Passagen – all dies muss beim Set-up berücksichtigt werden."

Lewis Hamilton: "Ich liebe die Rennstrecke und die tolle Atmosphäre in Melbourne. Alle Fahrer und Teams kommen voller Erwartungen nach Australien, doch trotz der langen Testfahrten im Winter weiß keiner so richtig, wer das beste technische Paket hat. Der erste sportliche Vergleich im Albert Park ist deshalb immer besonders spannend."



City-Informationen:

"On the move" steht auf den Nummernschildern des australischen Bundesstaates Victoria, und dessen Hauptstadt ist das beste Vorbild dafür: Die 3,2 Mio. Einwohner sind immer in Bewegung. Gegründet von den Aborigines, entdeckten die Europäer 1835 auf der Suche nach Gold die Phillip Bay.


Kultur:

Das Victorian Arts Center liegt vis-à-vis der Flinders Station auf der anderen Seite des Yarra River an der St. Kilda Road. Es beherbergt Theater, Konzerthalle, Kunstmuseum und Cafés.

Melbourne ist stolz darauf, die erste Olympiastadt Australiens gewesen zu sein. An die Sommerspiele von 1956 wird im Sport- und Olympiamuseum auf dem Gelände des Melbourne Cricket Ground erinnert.


Sehenswürdigkeiten:

Die 36,5 Quadratkilometer der Innenstadt werden nicht nur von Bürohochhäusern, sondern auch von Parkanlagen dominiert. Neben dem Albert Park sind das vor allem die Fitzroy Gardens an der Lansdowne Street und die Royal Botanic Gardens entlang der St. Kilda Road.

Den besten Überblick über die Stadt hat man von der Aussichtsplattform auf den Rialto Towers, 525 Collins Street. Melbournes größter Markt befindet sich im Queen Victoria Building, Ecke Queen und Therry Streets.

Auf Phillip Island finden nicht nur Motorradrennen statt. Dort findet sich auch ein riesiges Naturschutzgebiet mit einem berühmten Seehundfelsen.

   
     

 

 

   
         
 

 

 

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