|
Datum: |
17. März 2013 |
|
Startzeit: |
07.00 Uhr/MEZ - 17.00 Uhr/Ortszeit |
|
Ort: |
Melbourne |
|
Streckenname: |
Albert Park Circuit |
|
Erstes
Formel-1-Rennen: |
1996 |
|
Streckenlänge: |
5,303
Kilometer |
|
Anzahl
Runden: |
58 |
|
Renndistanz: |
307,574 Kilometer |
|
Durchschnittsgeschwindigkeit: |
210 km/h |
|
Top-Speed: |
310 km/h |
|
Internetadresse: |
www.grandprix.com.au |
|
Rundenrekord: |
|
|
Qualifying: |
M. Schumacher (Ferrari) 1:24,408 (2004) |
|
Rennen: |
M. Schumacher (Ferrari) 1:24,125 (2004) |
|
Sieger der letzten Rennen: |
2013: K. Räikkönen (Lotus) |
|
|
2012: J. Button (McLaren-Mercedes) |
|
|
2011: S. Vettel (Red Bull) |
|
|
2010: J. Button (McLaren-Mercedes) |
|
|
2009: J. Button (Brawn GP) |
|
|
2008: L. Hamilton (McLaren-Mercedes) |
|
|
2007: K. Räikkönen (Ferrari) |
|
|
2006: F. Alonso (Renault) |
|
|
2005: G. Fisichella (Renault) |
|
|
2004: M. Schumacher (Ferrari) |
| |
2003: D. Coulthard (McLaren-Mercedes) |
| |
2002: M. Schumacher (Ferrari) |
| |
2001: M. Schumacher (Ferrari) |
| |
2000: M. Schumacher (Ferrari) |
| |
1999: E. Irvine (Ferrari) |
| |
1998: M. Häkkinen (McLaren-Mercedes) |
| |
1997: D. Coulthard (McLaren-Mercedes) |
| |
1996: D. Hill (Williams-Renault) |
| |
|

Der Große Preis von Australien in Melbourne gehört zu
den stimmungsvollsten Rennen der Saison. Fahrer und Teams freuen sich auf
das meist warme Wetter des australischen Spätsommers und eine ausgelassene
Stimmung auf den Tribünen. Der Kurs in Melbourne ist - da er sonst für den "normalen
Verkehr" freigegeben ist - sehr rutschig und es ist schwer, ein ideales Setup zu finden.
Mit seinen Vollgaspassagen und genügend Überholmöglichkeiten bietet er alle Bedingungen
für einen hervorragenden Saisonstart.
Mit einer Länge von 5,303 km, ist die Strecke von Melbourne eine der längsten im
ganzen Grand-Prix-Kalender. Mehrere Male werden die Fahrer dazu gezwungen, aus
hohen Geschwindigkeiten in den dritten oder zweiten Gang herunterzubremsen.
Deswegen treten über die Distanz immer wieder Probleme mit nachlassenden
Bremsen auf. Die Autos werden mit relativ viel Flügel gefahren, da es viele
mittelschnelle bis flotte Kurven gibt. Lange Geraden sind selten. Das Fahrwerk
wird eher weich denn mittel abgestimmt, damit die Autos in den teilweise sehr
welligen Anbremszonen stabil bleiben, ihre Reifen nicht blockieren und damitlänger
halten.
Schon in den Fünfzigerjahren wurden Formel-1-Rennen im Albert Park gefahren
- mit zwei Unterschieden: gegen den Uhrzeigersinn und ohne WM-Status. Bis
1995 fand das Rennen in Adelaide statt. Mit dem Wechsel nach Melbourne rückte
der Grand Prix vom Saisonende an den Anfang. 1985 wurde der erste Große Preis
von Australien ausgetragen. Der Sieger des Debütrennens war der Finne Keke
Rosberg im Williams-Honda. Der kürzeste australische Grand Prix fand 1991 statt -
nach 14 von 81 Runden (gerade mal 53 Kilometer) musste wegen Regens gestoppt
werden, zum Sieger wurde Ayrton Senna im McLaren erklärt. Er bekam dafür
aber nur die halbe Punktzahl gutgeschrieben.
Seit Eröffnung des "Albert Park Circuit" im australischen Melbourne ist die Strecke
regelmäßig Austragungsort des ersten Grand Prix der Rennsaison. Begonnen hat
die Formel-1-Geschichte der Hochgeschwindigkeits-Strecke, auf der die Fahrer
knapp 310 km/h erreichen können, fast mit einer Tragödie. Beim Eröffnungsrennen
im Jahr 1996 überschlug sich der Wagen von Martin Brundle (Jordan-Peugeot)
nach einer Kollision mit dem Boliden von David Coulthard. Brundle blieb unverletzt
und setzte den Grand Prix unter dem Jubel der Zuschauer in einem Ersatzwagen fort.
Stimmen zum Rennen:
Nico Rosberg: "Melbourne, das bedeutet eine tolle Reise, eine tolle Stadt, tolle Fans.
Die Rennstrecke ist schwierig, ein Stadtkurs, keine permanente Piste. Es gibt viele
Kerbs, die man richtig erwischen muss. Die Strecke ist nicht ohne, man fährt mit
sehr viel Abtrieb, weil es sehr viele Kurven und nicht so lange Geraden gibt.
Auf einem Stadtkurs entwickelt sich eine Strecke immer, das dauert sehr lange.
Wenn man am Freitag im Training anfängt, ist noch überhaupt kein Grip auf der
Straße. Mit jeder Runde wird es dann besser. Da ist man gefragt, sich ständig
anzupassen. Die Strecke hat sehr viele kurze Ecken, und es ist nicht so einfach
zu überholen. Es sei denn, man darf das DRS-System am Heckflügel beutzen.
Dann geht's immer."
Sam Michael (Sportdirektor McLaren): "Der Albert-Park-Straßenkurs bietet
wenig Grip, hat langsame und mittelschnelle Kurven und zwei sehr schnelle Passagen
– all dies muss beim Set-up berücksichtigt werden."
Lewis Hamilton: "Ich liebe die Rennstrecke und die tolle Atmosphäre in Melbourne.
Alle Fahrer und Teams kommen voller Erwartungen nach Australien, doch trotz der
langen Testfahrten im Winter weiß keiner so richtig, wer das beste technische Paket
hat. Der erste sportliche Vergleich im Albert Park ist deshalb immer besonders spannend."
City-Informationen:
"On the move" steht auf den Nummernschildern des australischen Bundesstaates Victoria,
und dessen Hauptstadt ist das beste Vorbild dafür: Die 3,2 Mio. Einwohner sind immer in
Bewegung. Gegründet von den Aborigines, entdeckten die Europäer 1835 auf der Suche
nach Gold die Phillip Bay.
Kultur:
Das Victorian Arts Center liegt vis-à-vis der Flinders Station auf der anderen Seite des
Yarra River an der St. Kilda Road. Es beherbergt Theater, Konzerthalle,
Kunstmuseum und Cafés.
Melbourne ist stolz darauf, die erste Olympiastadt Australiens gewesen zu sein. An die
Sommerspiele von 1956 wird im Sport- und Olympiamuseum auf dem Gelände des
Melbourne Cricket Ground erinnert.
Sehenswürdigkeiten:
Die 36,5 Quadratkilometer der Innenstadt werden nicht nur von Bürohochhäusern,
sondern auch von Parkanlagen dominiert. Neben dem Albert Park sind das vor allem
die Fitzroy Gardens an der Lansdowne Street und die Royal Botanic Gardens entlang
der St. Kilda Road.
Den besten Überblick über die Stadt hat man von der Aussichtsplattform auf den
Rialto Towers, 525 Collins Street. Melbournes größter Markt befindet sich im
Queen Victoria Building, Ecke Queen und Therry Streets.
Auf Phillip Island finden nicht nur Motorradrennen statt. Dort findet sich auch ein
riesiges Naturschutzgebiet mit einem berühmten Seehundfelsen.
