Freitag, 01.07.2016

 



   

Großer Preis von Bahrain (Sakhir)    
   


 
Datum: 3. April 2016
Startzeit: 17.00 Uhr/MESZ - 18.00 Uhr/Ortszeit
Ort: Manama/Sakhir
Streckenname: Bahrain International Circuit
Erstes Formel-1-Rennen: 2004
Streckenlänge: 5,412 km Kilometer
Anzahl Runden: 57
Renndistanz: 308,238 km Kilometer
Durchschnittsgeschwindigkeit: 210 km/h
Top-Speed: 320 km/h
Internetadresse: www.bahraingp.com
Rundenrekord:  
Qualifying: M. Schumacher (Ferrari) 1:30,139 (2004)
Rennen: P. De la Rosa (McLaren) 1:31,447 (2005)
Sieger der letzten Rennen: 2016: N. Rosberg (Mercedes)
  2015: L. Hamilton (Mercedes)
  2014: L. Hamilton (Mercedes)
  2013: S. Vettel (Red Bull)
  2012: S. Vettel (Red Bull)
  2010: F. Alonso (Ferrari)
  2009: J. Button (Brawn GP)
  2008: F. Massa (Ferrari)
  2007: F. Massa (Ferrari)
  2006: F. Alonso (Renault)
  2005: F. Alonso (Renault)
  2004: M. Schumacher (Ferrari)






Mitten in der Wüste des Königreichs Bahrain rasen die Boliden um die Wette. In dem Inselstaat nahe Saudi Arabien errichtete ein internationales Konsortium unter Leitung des Aachener Formel-1-Architekten Hermann Tilke in 16-monatiger Bauzeit einen anspruchsvollen Kurs, der den Fahrern einiges abverlangt. Als Unsicherheitsfaktor gilt dabei der permanent auf die knapp 5,5 km lange Strecke wehende Sand.

Dort wo früher Kamelstärken den Wüstenboden aufwirbelten, dröhnen seit 2004 tausende von Pferdestärken. Tatsächlich befand sich auf dem für 115 Mio. USD errichteten Circuit früher eine Kamelfarm. Der Scheich will den Kurs, der auch eine Teststrecke und eine lange Gerade für Dragster- Rennen beinhaltet, dauerhaft mit 3 bis 4 internationalen Großereignissen auslasten. Ob sich dies rechnen wird, scheint angesichts der Kapitalfülle des staatlichen Streckeneigners nebensächlich.

Architekt Tilke, der auch den neuen Formel-1-Kurs in Shanghai baute, bezeichnet die Strecke in Bahrain als Hochgeschwindigkeitskurs mit schnellen und mittelschnellen Kurven. Die Fahrer erreichen einen Top-Speed von rund 320 km/h und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 210 km/h. Mancher Fahrer dürfte sich angesichts der Topographie auch an eine Berg- und Tal-Bahn erinnert fühlen. Alle Meldungen die Piste weht, überrascht Tilke mit dem Hinweis, Sand auf der Strecke sei gewollt. Die Herausforderung beim Bau einer Piste bestehe für ihn darin, es den Fahrern möglichst schwer zu machen und zu kleineren Fehlern verleiten. Dies führe zu mehr Überholmanövern und damit zu spannenderen Rennen, spricht Tilke Klartext. Die sandbedingte Rutschgefahr vor den Kurven werde jedoch dadurch etwas kompensiert, dass die oberste der 3 Asphaltschichten ein so genannter High-Grip-Belag ist, erklärt der Aachener.


Stimmen zum Rennen:

Sam Michael (Sportdirektor McLaren): "Wegen der geringen Niederschläge ist die Umgebung der Strecke sehr staubig. Das hat vor allem bei Wind Einfluss auf das Grip-Niveau. Der Kurs ist großartig und stellt schöne Ansprüche an die Ingenieure. Die lange Boxengerade bietet Überholmöglichkeiten."

Nico Rosberg: "Bahrain gehört zu den Strecken, die mir wirklich gut gefallen. Dort bin ich mein erstes Formel-1-Rennen gefahren, gleich mit der schnellsten Rennrunde. Ich habe sehr gute Erinnerungen an die Strecke, denn ich habe dort schon einige Rennen gewonnen, zum Beispiel in der GP2.

Der Kurs hat lange Geraden, Spitzkehren, aber dennoch einen guten Fluss, auch einige mittelschnelle Kurven. Eine tolle Strecke, auf der man auch gut überholen kann. Der Sand rund um die Piste stört nicht wirklich. Beim Auto kommt es aber ganz besonders auf die Bremsen an. Das ist wichtig, denn man hat sehr viele harte Bremsvorgänge."



Informationen:

Seit rund 8000 Jahren ist Bahrain vom Meer umgeben. Bis dahin war das heutige Königreich Bestandteil der Arabischen Halbinsel. Das Land besteht aus 36 Inseln mit insgesamt 706 Quadratkilometern Boden, Bahrain, die Hauptinsel, ist 48 Kilometer lang und 16 Kilometer breit. Über 630.000 Einwohner leben unter der Herrschaft von König Hamad bin Isa bin Salman Al-Khalifa.


Geschichte:

3000 Jahre vor unserer Zeitrechnung wurde das heutige Bahrain erstmals urkundlich erwähnt. Es hieß damals Dilmun und war ein Hafen an der Seehandelsroute nach Asien. Fisch und Perlen wurden die wichtigsten Handelsgüter des Landes. 600 vor Christus herrschten hier die Babylonier, später die Griechen. Um 1500, als die Europäer neue Wege nach Asien erkundeten, gehörte Bahrain zum portugiesischen Einflussbereich. Das heutige Herrscher-Haus, die Al-Khalifa Familie, regiert Bahrain seit 1783.

1932 wurde in Bahrain Öl in einer Menge entdeckt, die eine kommerzielle Nutzung ermöglichte. Das Land war damals der erste Staat am Persischen Golf, der Öl förderte.

Heute machen Öl und Ölprodukte 61 Prozent des Exports aus. Mit den Einnahmen hat das Land das Bildungswesen und die Gesundheitsversorgung ausgebaut. Seit 1986 ist Bahrain auch wieder mit dem Festland verbunden: durch die 25 Kilometer lange König-Fahad-Brücke nach Saudi-Arabien.


Sehenswürdigkeiten:

Dank seiner wechselvollen Geschichte bietet Bahrain eine Reihe interessanter Sehenswürdigkeiten. Das Nationalmuseum in der Hauptstadt Manama zeigt die Entwicklung des Landes von 3000 vor Christus bis heute. Das Bahrain Fort, vor über 500 Jahren für den Kampf gegen die Portugiesen gebaut, wurde restauriert und steht heute allen Besuchern offen.

   
     

 

 

   
         
 

 

 

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