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Datum: |
14. März 2010 |
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Startzeit: |
13.00 Uhr/MEZ - 15.00 Uhr/Ortszeit |
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Ort: |
Manama/Sakhir |
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Streckenname: |
Bahrain International Circuit |
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Erstes
Formel-1-Rennen: |
2004 |
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Streckenlänge: |
6,299 Kilometer |
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Anzahl
Runden: |
49 |
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Renndistanz: |
308,405 Kilometer |
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Durchschnittsgeschwindigkeit: |
210 km/h |
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Top-Speed: |
320 km/h |
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Internetadresse: |
www.bahraingp.com |
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Rundenrekord: |
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Qualifying: |
M. Schumacher (Ferrari) 1:30,139 (2004) |
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Rennen: |
M. Schumacher (Ferrari) 1:30,252 (2004) |
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Sieger der letzten Rennen: |
2010: F. Alonso (Ferrari) |
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2009: J. Button (Brawn GP) |
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2008: F. Massa (Ferrari) |
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2007: F. Massa (Ferrari) |
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2006: F. Alonso (Renault) |
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2005: F. Alonso (Renault) |
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2004: M. Schumacher (Ferrari) |

Erstmals in der Geschichte der Formel 1
wurde 2004 ein Rennen auf arabischem Boden ausgetragen. Mitten in der Wüste des Königreichs Bahrain
rasen die Boliden um die Wette. In dem Inselstaat nahe Saudi Arabien errichtete ein internationales
Konsortium unter Leitung des Aachener Formel-1-Architekten Hermann Tilke in 16-monatiger Bauzeit
einen anspruchsvollen Kurs, der den Fahrern einiges abverlangt. Als Unsicherheitsfaktor gilt dabei der
permanent auf die knapp 5,5 km lange Strecke wehende Sand.
Dort wo früher Kamelstärken den Wüstenboden aufwirbelten, dröhnen tausende von Pferdestärken.
Tatsächlich befand sich auf dem für 115 Mio. USD errichteten Circuit früher eine Kamelfarm. Der Scheich
will den Kurs, der auch eine Teststrecke und eine lange Gerade für Dragster- Rennen beinhaltet, dauerhaft
mit 3 bis 4 internationalen Großereignissen auslasten. Ob sich dies rechnen wird, scheint angesichts
der Kapitalfülle des staatlichen Streckeneigners nebensächlich.
Architekt Tilke, der auch den neuen Formel-1-Kurs in Shanghai baute, bezeichnet die Strecke in Bahrain als
Hochgeschwindigkeitskurs mit schnellen und mittelschnellen Kurven. Die Fahrer erreichen einen Top-Speed
von rund 320 km/h und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 210 km/h. Mancher Fahrer dürfte sich angesichts der
Topographie auch an eine Berg- und Tal-Bahn erinnert fühlen. Alle Meldungen die Piste weht, überrascht Tilke
mit dem Hinweis, Sand auf der Strecke sei gewollt. Die Herausforderung beim Bau einer Piste bestehe für ihn
darin, es den Fahrern möglichst schwer zu machen und zu kleineren Fehlern verleiten. Dies führe zu mehr
Überholmanövern und damit zu spannenderen Rennen, spricht Tilke Klartext. Die sandbedingte Rutschgefahr
vor den Kurven werde jedoch dadurch etwas kompensiert, dass die oberste der 3 Asphaltschichten ein
so genannter High-Grip-Belag ist, erklärt der Aachener.
Stimmen zum Rennen:
Sam Michael (Technischer Direktor Williams F1): "Wegen der geringen Niederschläge ist die Umgebung der
Strecke sehr staubig. Das hat vor allem bei Wind Einfluss auf das Grip-Niveau. Der Kurs ist großartig und
stellt schöne Ansprüche an die Ingenieure. Die lange Boxengerade bietet Überholmöglichkeiten."
Nick Heidfeld:
"Die Streckenführung und die Anlage in Bahrain sind schön. Eine Besonderheit ist, dass der Kurs mitten
in der Wüste liegt. Wenn es windig ist, wird die Strecke sehr sandig. Das hat zum einen Einfluss auf das
Fahren, weil Grip verloren geht, zum anderen auch auf das Material. Ansonsten ist es ungewohnt,
die Menschen in ihren langen Gewändern zu sehen und die meisten Frauen verhüllt."
Informationen:
Seit rund 8000 Jahren ist Bahrain vom Meer umgeben. Bis dahin war das heutige Königreich Bestandteil der
Arabischen Halbinsel. Das Land besteht aus 36 Inseln mit insgesamt 706 Quadratkilometern Boden, Bahrain,
die Hauptinsel, ist 48 Kilometer lang und 16 Kilometer breit. Über 630.000 Einwohner leben unter der Herrschaft
von König Hamad bin Isa bin Salman Al-Khalifa.
Geschichte:
3000 Jahre vor unserer Zeitrechnung wurde das heutige Bahrain erstmals urkundlich erwähnt. Es hieß damals
Dilmun und war ein Hafen an der Seehandelsroute nach Asien. Fisch und Perlen wurden die wichtigsten
Handelsgüter des Landes. 600 vor Christus herrschten hier die Babylonier, später die Griechen. Um 1500,
als die Europäer neue Wege nach Asien erkundeten, gehörte Bahrain zum portugiesischen Einflussbereich.
Das heutige Herrscher-Haus, die Al-Khalifa Familie, regiert Bahrain seit 1783.
1932 wurde in Bahrain Öl in einer Menge entdeckt, die eine kommerzielle Nutzung ermöglichte. Das Land
war damals der erste Staat am Persischen Golf, der Öl förderte.
Heute machen Öl und Ölprodukte 61 Prozent des Exports aus. Mit den Einnahmen hat das Land das Bildungswesen
und die Gesundheitsversorgung ausgebaut. Seit 1986 ist Bahrain auch wieder mit dem Festland verbunden:
durch die 25 Kilometer lange König-Fahad-Brücke nach Saudi-Arabien.
Sehenswürdigkeiten:
Dank seiner wechselvollen Geschichte bietet Bahrain eine Reihe interessanter Sehenswürdigkeiten. Das Nationalmuseum
in der Hauptstadt Manama zeigt die Entwicklung des Landes von 3000 vor Christus bis heute. Das Bahrain Fort,
vor über 500 Jahren für den Kampf gegen die Portugiesen gebaut, wurde restauriert und steht heute allen Besuchern
offen.
Bahrain bietet seinen Gästen auch Möglichkeiten, mehr über die islamische Religion zu erfahren. Besichtigungen im
Haus des Qur’an (Koran) sowie in der Großen Moschee sind allen Besuchern des Landes möglich.
