Montag, 28.07.2014

 



   

Großer Preis von Großbritannien (Silverstone)    
   


 
Datum: 6. Juli 2014
Startzeit: 14.00 Uhr/MESZ - 13.00 Uhr/Ortszeit
Ort: Silverstone
Streckenname: Silverstone Circuit
Erstes Formel-1-Rennen: 1950
Streckenlänge: 5,891 Kilometer
Anzahl Runden: 52
Renndistanz: 306,198 Kilometer
Durchschnittsgeschwindigkeit: 220 km/h
Top-Speed: 310 km/h
Internetadresse: www.silverstone-circuit.co.uk
Rundenrekord:  
Qualifying: L. Hamilton (Mercedes) 1:29,607 (2013)
Rennen: M Webber (Red Bull) 1:33,401 (2013)
Sieger der letzten Rennen: 2014: L. Hamilton (Mercedes)
  2013: N. Rosberg (Mercedes)
  2012: M. Webber (Red Bull)
  2011: F. Alonso (Ferrari)
  2010: M. Webber (Red Bull)
  2009: S. Vettel (Red Bull)
  2008: L. Hamilton (McLaren-Mercedes)
  2007: K. Räikkönen (Ferrari)
  2006: F. Alonso (Renault)
  2005: J.P. Montoya (McLaren-Mercedes)
  2004: M. Schumacher (Ferrari)
  2003: R. Barrichello (Ferrari)
  2002: M. Schumacher (Ferrari)
  2001: M. Häkkinen (McLaren-Mercedes)
  2000: D. Coulthard (McLaren-Mercedes)
  1999: D. Coulthard (McLaren-Mercedes)
  1998: M. Schumacher (Ferrari)
  1997: J. Villeneuve (Williams-Renault)
  1996: J. Villeneuve (Williams-Renault)
   




Der Kurs im britischen Silverstone hat für den Formel-1-Zirkus historische Bedeutung. Mit dem Großen Preis von Großbritannien im Mai 1950 wurde hier der erste offizielle Weltmeisterschaftslauf gefahren. Bis heute gehört die seither mehrfach umgebaute Strecke südwestlich von Northampton zu den bekanntesten Schauplätzen des Motorsports.

Bis 1990 gehörte Silverstone neben Monza sowie den früheren Strecken von Spa- Francorchamps und Spielberg zu den schnellsten GP-Kursen, die schnellste Runde wurde 1987 von Nigel Mansell im Williams-Honda mit 246,325 km/h gefahren. Ab 1991 wurde die Strecke durch den Einbau zusätzlicher Schikanen langsamer und länger.

Die Strecke von Silverstone entstand auf einem ehemaligen Flugplatz der Royal Air Force im Zweiten Weltkrieg. Im Oktober 1948 fand hier der erste Grand Prix - ohne WM-Status - nach dem Krieg statt, die Streckenführung wurde damals durch Strohballen markiert.

Der Silverstone Circuit zeichnet sich vor allem durch eine vergleichsweise ebene Piste und gute Überholmöglichkeiten aus. Da viele Formel-1-Rennställe in der Umgebung von Silverstone angesiedelt sind, zählt der Kurs zu den am häufigsten genutzten Teststrecken. In der Saison 2000 hatten vor allem die Zuschauer unter heftigen Regenschauern und Nebel zu leiden. Um etwaigen Wetterproblemen vorzubeugen, wurde der Grand Prix von April auf Juli verlegt.

Auf die Fahrer wirken auf dem Silverstone Circuit Fliehkräfte von mehr als drei G ein - sie werden also mit dem dreifachen des eigenen Körpergewichts nach außen gezerrt. Entsprechend streben auch die Autos mit dem dreifachen ihrer Masse dem äußeren Kurvenrand entgegen. Die immer noch flotte Strecke erfordert nur mittelsteile Flügelabstufungen. Der Asphalt ist nicht nur sehr eben, sondern bietet der Haftkraft der Pneus auch einen soliden Partner - ein großes Plus auf einer flüssigen und schnellen Strecke wie derjenigen von Silverstone, auf der nur ein optimal ausbalanciertes Auto schnell sein kann.

Die besten Überholmöglichkeiten bieten die Stowe-Kurve, das Ende der Hangar Geraden, die Club-Kurve und das Ende der Vale Geraden. In Silverstone können die Fahrer gleich an mehreren Stellen Zeit nachholen, wie z.B. beim ersten Streckenabschnitt "Maggots/Becketts", eine Links-Rechts-Links-Rechts-Kombination, deren Eingang optimal angefahren werden muss, um so die beste Linie zu finden. Auch bei der "Bridge" Kurve ist es mit Geschicklichkeit möglich, Geschwindigkeiten von bis zu 250 km/h zu erreichen.


Stimmen zum Rennen:

Nico Rosberg: "Silverstone ist Highspeed pur. Dort zeigen die Formel-1-Autos, was sie wirklich können. Speziell von den Kurven Woodcote bis Stowe kommt eine Kurve nach der anderen, alles absolut mit Vollgas gefahren, die G-Kräfte schleudern dich im Auto nach links und rechts. Das Qualifying dort, wenn man über alle Grenzen hinaus geht, ist etwas ganz Besonderes. Und es macht immer besonders Spaß, die englischen Fans zu erleben.

Mein Vater war auf der alten Strecke damals der erste, der eine Runde mit mehr als 160 Meilen im Schnitt gefahren ist. Die Strecke heute ist sehr wellig mit vielen Buckeln. Man fährt mit viel Abtrieb wegen der ganzen schnellen Kurven. Das Wetter ist oft ein Problem - mit dem englischen Regen. Wir campen trotzdem immer im Wohnmobil an der Strecke, einige Freunde kommen abends schon mal zum Grillen vorbei. Eine tolle Atmosphäre."



City-Informationen:

Nordwestlich des Dorfes Silverstone mit der gleichnamigen Grand-Prix-Strecke liegt Stratford-upon-Avon, Geburtsort von William Shakespeare, einem der berühmtesten Söhne Englands. Nordöstlich liegt Northampton mit 158.000 Einwohner, Hauptstadt der Grafschaft Northamptonshire, zu der auch Silverstone gehört, bekannt geworden durch seine Schuhfabrikation.


Kultur:

Sachsen und Normannen prägten die frühen Epochen Northamptons und seiner Umgebung. Viele Sehenswürdigkeiten aus jener Zeit sind in der Stadt jedoch einem Großfeuer im Jahr 1675 zum Opfer gefallen, die damaligen Straßenzüge sind allerdings noch weitgehend die gleichen wie heute.

Im Castle von Northampton stritten 1164 König Heinrich II. und Thomas Becket. An der Stelle des früheren Schlosses, das im 12. Jahrhundert auch Tagungsort des Parlaments war, steht heute eine Bahnstation. Nur das Postern Gate erinnert noch an früher.

Northampton, am Nordufer des Nene gelegen, ist heute Industriestadt mit bedeutenden Schuhherstellern und besitzt einen der größten Marktplätze Englands.


Sehenswürdigkeiten:

Die Central Museum and Art Gallery in der Guildhall Road widmet sich der örtlichen Schuhindustrie. Fußbekleidungen von der Römerzeit bis heute sind hier zu sehen.

Das Althorp House, Sitz des Earl of Spencer, sechs Meilen nordwestlich von Northampton, erlangte traurige Berühmtheit als letzte Ruhestätte der 1997 verstorbenen Lady Diana, Prinzessin von Wales. In einer permanenten Ausstellung wird ihr Leben gewürdigt.

Rund 30 Meilen zu fahren, aber einen Besuch wert ist Shakespeares Geburtshaus in Straford-upon-Avon. Das Gebäude ist im Inneren baulich unverändert geblieben und zeigt das Leben einer Familie der unteren Mittelschicht aus dem 16. Jahrhundert, also jener Zeit, in der Shakespeare als Sohn eines Wollhändlers aufwuchs.

Die historische Northampton & Lamport Eisenbahn, fünf Meilen nördlich der Stadt, basiert auf der ehemals 15 Meilen langen Strecke nach Market Harborough, eröffnet 1859. Ein kleines Teilstück wird mit Dampfund klassischen Diesel-Lokomotiven wieder befahren.

   
     

 

 

   
         
 

 

 

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