Sonntag, 24.07.2016

 



   

Großer Preis von Deutschland (Hockenheim)    
   


 
Datum: 31. Juli 2016
Startzeit: 14.00 Uhr/MESZ
Ort: Hockenheim
Streckenname: Hockenheimring Baden-Württemberg
Erstes Formel-1-Rennen: 1970
Streckenlänge: 4,574 Kilometer
Anzahl Runden: 67
Renndistanz: 306,458 Kilometer
Durchschnittsgeschwindigkeit: 215 km/h
Top-Speed: 320 km/h
Internetadresse: www.hockenheimring.de
Rundenrekord:  
Qualifying: M. Schumacher (Ferrari) 1:13,306 (2004)
Rennen: K. Räikkönen (McLaren) 1:13,780 (2004)
Sieger der letzten Rennen: 2014: N. Rosberg (Mercedes)
  2012: F. Alonso (Ferrari)
  2010: F. Alonso (Ferrari)
  2008: L. Hamilton (McLaren)
  2006: M. Schumacher (Ferrari)
  2005: F. Alonso (Renault)
  2004: M. Schumacher (Ferrari)
  2003: J.P. Montoya (BMW-Williams)
  2002: M. Schumacher (Ferrari)
  2001: R. Schumacher (BMW-Williams)
  2000: R. Barrichello (Ferrari)
  1999: E. Irvine (Ferrari)
  1998: M. Häkkinen (McLaren-Mercedes)
  1997: G. Berger (Benetton-Renault)
  1996: D. Hill (Williams-Renault)
   



Der Kurs von Hockenheim, der sich jährlich mit dem Nürburgring mit der Austragung eines Grand-Prix in Deutschland abwechselt, misst nach seinem Umbau 2002 nur noch knapp 4,6 Kilometer. Gehörte die bereits 1932 – ursprünglich als Teststrecke für Mercedes-Benz – erbaute Piste noch bis 2001 neben Monza und Indianapolis zu den Hochgeschwindigkeitskursen der Formel 1, zählt sie nach ihrer Verkürzung eher zu den mittelschnellen Strecken im Grand Prix-Zirkus.

Hier ist eher Abtrieb als Highspeed gefragt, denn die kilometerlangen Geraden durch den Wald – die unter den Fahrern Anhänger und Kritiker gleichermaßen fanden – wurden zu Gunsten einer zuschauerfreundlicheren Streckenführung gekappt. Erfreulich für die Fans: Statt in bisher 45 Umläufen können sie nun 67 Mal die vorbeijagenden Boliden betrachten. Auch die intensive Stadion-Atmosphäre im Motodrom können nun noch mehr Motorsport-Begeisterte genießen – die Südtribühne wurde aufgestockt.

Das Design des Hockenheimrings stammt aus der Feder des deutschen Architekten Hermann Tilke, der für die gelungene Hightech-Piste von Sepang in Malaysia, China in Shanghai ebenso verantwortlich zeichnet wie für das Layout des Nürburgrings. Sein Hauptanliegen beim Entwurf von neuen Kursen: Die Fahrer sollen öfter überholen können, die Fans besser sitzen und einen größeren Einblick auf die Strecke erhalten. "Am wichtigsten ist mir aber, dass die Fahrer eine neue Strecke mögen", so der Hobby-Rennfahrer. Dass dem so ist, dafür sorgt schon allein der intensive Dialog mit Piloten vom Schlage eines Michael Schumacher, mit dem sich der "Kopf der Kurse" regelmäßig beim Entwurf neuer Kurvenradien, der Gestaltung von Auslaufzonen oder Ãœberholmöglichkeiten berät.

Die Piste wartet mit insgesamt 17 Kurven auf, davon sieben im Motodrom. Nach der Start- und Zielpassage biegen die Fahrer durch die Nordkurve in eine rund 500 Meter lange Gerade ein. Ihr folgt eine Rechts-Links-Kurvenkombination, an die sich eine lang gezogene und leicht geschwungene "Linkskurve" mit einer Länge von 1.047 Metern anschließt – hier erreichen die Fahrer eine Geschwindigkeit von bis zu 310 km/h. Die anschließende Haarnadel durchfährt man mit knapp 70 km/h – hier sind Ausbremsmanöver garantiert.

Nach dieser engen Spitzkehre kehrt die Strecke wieder auf die bestehende Trasse des Hockenheimrings zurück. Durch zwei neue temporäre Tribünen in diesem Bereich, auf denen über 30.000 Zuschauer Platz finden, sowie die Mercedes-Tribüne entstand eine Art zweites "Motodrom". Auf dem Weg zurück in den alten Stadionabschnitt erwartet die Fahrer dann noch eine neu geschaffene, anspruchsvolle Kurvenkombination, deren Charakteristik Positionskämpfe mit parallel fahrenden Fahrzeugen erwartet.



City-Informationen:

Spannender Sport im Motodrom und der auf den Feldern der Region drumherum angebaute Spargel haben der Rennstadt Hockenheim in der Nähe von Heidelberg weltweite Bekanntheit eingebracht. Für die Gemeinde mit 20.000 Einwohnern ist die Rennstrecke heute wichtigster Wirtschaftsfaktor.


Kultur:

Die Region Hockenheims ist seit der Jungsteinzeit besiedelt. Im Jahr 769 wurde die Ortschaft erstmals urkundlich erwähnt. Ab 1462 gehörte Hockenheim zur Kurpfalz, seit 1803 ist es badisch. 1895 wurde Hockenheim zur Stadt erhoben.

Im 17. Jahrhundert brachten die Franzosen den Tabak ins Land und ab 1860 entwickelte sich eine prosperierende Zigarrenindustrie. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte die Branche jedoch ihren Niedergang, von einst 2.200 Arbeitsplätzen existiert heute keiner mehr.

Anfang des 20. Jahrhundert verdrängte der Spargel den früheren Hopfenanbau. Die Saison des Edelgemüses ist allerdings zum GP-Termin bereits vorbei.


Sehenswürdigkeiten:

1986 wurde neben dem Motodrom das Motorsport-Museum eröffnet. Ausgestellt sind zahlreiche Rennfahrzeuge, darunter Weltrekord-Motorräder des 1998 verstorbenen Wilhelm Herz, der die Geschichte des Hockenheimrings mit geprägt hat.

Eine Attraktion für Besucher aus aller Welt ist das nahe gelegene Heidelberger Schloss, eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Die im pfälzischen Erbfolgekrieg stark in Mitleidenschaft gezogene Anlage beherbergt unter anderem das weltgrößte Holzfass (221.726 Liter).

Vom Königstuhl bei Heidelberg - Auffahrt mit dem Auto oder per Standseilbahn - bietet sich ein einmaliger Blick über weite Teile der Rheinebene.

   
     

 

 

   
         
 

 

 

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