Donnerstag, 09.09.2010

 




 

02.02.2010

   
 

Massa im Ferrari mit Bestzeit am Dienstag

   
       
 

© MP-Sport.de (rsn) Felipe Massa zweimal mit der Bestzeit und die meisten absolvierten Runden. Der Ferrari-Fahrer hat sich bei seinem ersten Auftritt bei den Testfahrten im spanischen Valencia in einem aktuellen Formel-1-Auto seit seinem schweren Unfall im Juli vergangenen Jahres in bester Verfassung präsentiert.

"Ich fühle mich hundertprozentig fit", sagte Massa nach seinem zweitägigen Testprogramm: "Ich bin bereit, Rennen zu fahren, und ich bin glücklich, wieder dort zu sein, wo ich vor meinem Unfall war." Schnellster am Montag nach 102 Runden, Bestzeit am Dienstag nach 124 Runden: Insgesamt absolvierte Massa 904 Kilometer auf dem "Circuit Ricardo Tormo", bevor er das Auto an Fernando Alonso übergibt, der am Mittwoch erstmals im neuen Ferrari unterwegs sein wird.

Nachdem Massa zum Auftakt auch seinen ehemaligen Teamkollegen, Formel-1-Rückkehrer und Rekordweltmeister Michael Schumacher im Mercedes auf Distanz gehalten hatte, kam am zweiten der drei Testtage Ex-Champion Lewis Hamilton als Dritter (1:12,256) im McLaren-Mercedes ebenfalls nicht an die Rundenzeiten des Brasilianers heran. An beiden Tagen wurde ein Sauber mit Pedro de la Rosa (Montag) und Kamui Kobayashi (Dienstag) Zweiter.

Der Vize-Champion von 2008 will es im Ferrari in diesem Jahr wissen. Kontinuierlich arbeitete Massa an seinem Comeback, nachdem er in der Qualifikation beim Großen Preis von Ungarn mit seinem Ferrari mit fast 200 Stundenkilometern in die Reifenstapel gekracht war. Zuvor hatte ihn eine Metallfelder vom damaligen Brawn GP Autos seines Landsmanns Rubens Barrichello getroffen. Intensivstation, künstliches Koma, Augenoperation - Massa überstand letztlich alles ohne Folgen.

Während seiner Rekonvaleszenz schraubten die Ferrari-Ingenieure am neuen Auto des Brasilianers und seines hochkarätigen Teamkollegen, dem zweimaligen Weltmeister Alonso. "Ich habe mich ziemlich gut in dem F10 gefühlt", erzählte Massa. Zu gewinnen hänge nicht nur von der Qualität der Arbeit ab. "Es hängt auch davon ab, was die Konkurrenten gemacht haben", betonte Brasilianer. "Aber sicherlich ist dieses Auto nicht langsam", sagte er. "Ganz klar, Ferrari hat ein gutes Auto", versicherte auch der ehemalige Scuderia-Stratege Ross Brawn, mittlerweile Mercedes-Teamchef. Alonso will das auch gegen Michael Schumacher am Mittwoch beweisen.

Am Dienstag war für das Mercedes-Team Nico Rosberg unterwegs, der erneut Probleme mit der Sitzposition und dadurch mit der Sicht hatte. Am Ende des Tages platzierte sich der Deutsche hinter Renault-Pilot Robert Kubica (1:12,426) in 1:12,899 Minuten auf dem fünften Platz. Insgesamt zog Rosberg aber ein positives Fazit seines ersten kompletten Testtages. "Ich bin sehr zufrieden mit unserem ersten vollen Testtag und wir waren in der Lage, erfolgreich eine komplette Renndistanz zu absolvieren. Insgesamt ist es ein positiver Auftakt für unsere Tests vor der Saison, ich genieße die Arbeit mit der Mannschaft und fühle mich sehr wohl hier."

Michael Schumacher, der am Mittwoch das Cockpit von Rosberg übernehmen wird, unternahm am Dienstag mit seinem Physiotherapeut bei strahlendem Sonnenschein und knapp 16 Grad Lufttemperatur eine einstündige Runde mit dem Rennrad durch die Berge rund um die Strecke von Valencia.


Die Rundenzeiten der Testfahrten in Valencia (02.02.2010):

01. F. Massa - Ferrari - 1:11,722 - 124 Runden
02. K. Kobayashi - Sauber - 1:12,056 - 96 Runden
03. L. Hamilton - McLaren - 1:12,256 - 108 Runden
04. R. Kubica - Renault - 1:12,426 - 119 Runden
05. N. Rosberg - Mercedes GP - 1:12,899 - 119 Runden
06. R. Barrichello - Williams - 1:13,377 - 102 Runden
07. S. Buemi - Toro Rosso - 1:13,823 - 107 Runden



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