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(rsn) Felipe Massa zweimal mit der Bestzeit und die meisten
absolvierten Runden. Der Ferrari-Fahrer hat sich bei seinem
ersten Auftritt bei den Testfahrten im spanischen Valencia in einem
aktuellen Formel-1-Auto seit seinem schweren Unfall im Juli
vergangenen Jahres in bester Verfassung präsentiert.
"Ich fühle mich hundertprozentig fit", sagte Massa nach
seinem zweitägigen Testprogramm: "Ich bin
bereit, Rennen zu fahren, und ich bin glücklich, wieder dort
zu sein, wo ich vor meinem Unfall war." Schnellster am Montag
nach 102 Runden, Bestzeit am Dienstag nach 124 Runden:
Insgesamt absolvierte Massa 904 Kilometer auf dem "Circuit
Ricardo Tormo", bevor er das Auto an Fernando Alonso
übergibt, der am Mittwoch erstmals im neuen Ferrari unterwegs
sein wird.
Nachdem Massa zum Auftakt auch seinen ehemaligen
Teamkollegen, Formel-1-Rückkehrer und Rekordweltmeister
Michael Schumacher im Mercedes auf Distanz gehalten
hatte, kam am zweiten der drei Testtage Ex-Champion
Lewis Hamilton als Dritter (1:12,256) im McLaren-Mercedes
ebenfalls nicht an die Rundenzeiten des Brasilianers heran.
An beiden Tagen wurde ein Sauber mit Pedro de la Rosa
(Montag) und Kamui Kobayashi (Dienstag) Zweiter.
Der Vize-Champion von 2008 will es im Ferrari in diesem Jahr
wissen. Kontinuierlich arbeitete Massa an seinem Comeback,
nachdem er in der Qualifikation beim Großen Preis von Ungarn
mit seinem Ferrari mit fast 200 Stundenkilometern in die
Reifenstapel gekracht war. Zuvor hatte ihn eine Metallfelder
vom damaligen Brawn GP Autos seines Landsmanns Rubens
Barrichello getroffen. Intensivstation, künstliches Koma,
Augenoperation - Massa überstand letztlich alles ohne Folgen.
Während seiner Rekonvaleszenz schraubten die
Ferrari-Ingenieure am neuen Auto des Brasilianers und
seines hochkarätigen Teamkollegen, dem zweimaligen
Weltmeister Alonso. "Ich habe mich ziemlich gut in dem
F10 gefühlt", erzählte Massa. Zu gewinnen hänge nicht
nur von der Qualität der Arbeit ab. "Es hängt auch davon
ab, was die Konkurrenten gemacht haben", betonte
Brasilianer. "Aber sicherlich ist dieses Auto nicht
langsam", sagte er. "Ganz klar, Ferrari hat ein gutes Auto",
versicherte auch der ehemalige Scuderia-Stratege Ross Brawn,
mittlerweile Mercedes-Teamchef. Alonso will das auch
gegen Michael Schumacher am Mittwoch beweisen.
Am Dienstag war für das Mercedes-Team Nico Rosberg unterwegs,
der erneut Probleme mit der Sitzposition und dadurch mit der Sicht
hatte. Am Ende des Tages platzierte sich der Deutsche hinter
Renault-Pilot Robert Kubica (1:12,426) in 1:12,899 Minuten
auf dem fünften Platz. Insgesamt zog Rosberg aber ein positives
Fazit seines ersten kompletten Testtages. "Ich bin sehr
zufrieden mit unserem ersten vollen Testtag und wir
waren in der Lage, erfolgreich eine komplette Renndistanz
zu absolvieren. Insgesamt ist es ein positiver Auftakt für
unsere Tests vor der Saison, ich genieße die Arbeit
mit der Mannschaft und fühle mich sehr wohl hier."
Michael Schumacher, der am Mittwoch das Cockpit von
Rosberg übernehmen wird, unternahm am Dienstag mit seinem
Physiotherapeut bei strahlendem Sonnenschein und knapp
16 Grad Lufttemperatur eine einstündige Runde mit dem Rennrad
durch die Berge rund um die Strecke von Valencia.
Die Rundenzeiten der
Testfahrten in Valencia (02.02.2010):
01. F. Massa - Ferrari - 1:11,722 - 124 Runden
02. K. Kobayashi - Sauber - 1:12,056 - 96 Runden
03. L. Hamilton - McLaren - 1:12,256 - 108 Runden
04. R. Kubica - Renault - 1:12,426 - 119 Runden
05. N. Rosberg - Mercedes GP - 1:12,899 - 119 Runden
06. R. Barrichello - Williams - 1:13,377 - 102 Runden
07. S. Buemi - Toro Rosso - 1:13,823 - 107 Runden
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