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(rsn) Genau 1001 km haben die beiden BMW-Sauber Piloten
Pedro de la Rosa und Kamui Kobayashi in der vergangenen Woche bei
den ersten Testfahrten der Saison 2010 in Valencia absolviert. Der
Technische Direktor Willy Rampf zieht im aktuellen Interview ein
erstes Fazit.
Frage: "Wie zufrieden sind Sie nach dem ersten Test mit der Zuverlässigkeit
des BMW-Sauber C29?"
Willy Rampf: "Insgesamt können wir mit der Zuverlässigkeit zufrieden
sein. Wir haben an den drei Tagen 1000 Kilometer ohne nennenswerte
Probleme absolviert. Natürlich gibt es die eine oder andere Anpassung
oder Modifikation, aber dazu sind die Testfahrten ja da."
Frage: "Sind das alles Dinge, die sich bis zum Saisonstart in Bahrain oder
sogar schon vor dem nächsten Test beheben lassen?"
Rampf: "Die meisten Punkte werden wir bereits bis zum nächsten
Test in Jerez abgearbeitet haben. Es ist nichts dabei, worüber wir uns
ernsthaft Sorgen machen müssten. Einer dieser Punkte ist beispielsweise,
dass die Motorabdeckung im hinteren Bereich durch die Auspuffabgase
angesengt wurde. Da werden wir ein anderes Material verwenden."
Frage: "Wie sieht es in Bezug auf die Leistungs- und Konkurrenzfähigkeit
aus?"
Rampf: "Das ist in diesem Jahr noch schwieriger zu bewerten als
in den Jahren zuvor. Wir sehen lediglich, dass unser Auto die Performance
bringt, die wir aufgrund unserer Simulationen und Messungen im Windkanal
erwartet hatten. Ein absoluter Vergleich mit der Konkurrenz ist aufgrund
der extrem unterschiedlichen Benzinmengen nicht möglich."
Frage: "Was berichten die Fahrer über das Handling des C29?"
Rampf: "Insgesamt sind die Kommentare der Piloten positiv. Das bezieht
sich auf Faktoren wie Bremsstabilität, Traktion oder das Fahren mit sehr
unterschiedlichen Benzinmengen."
Frage: "Die Unterschiede bei der Benzinmenge und ergo beim Fahrzeuggewicht
sind 2010 sehr groß. Gab es Probleme bei der Abstimmung des Autos?"
Rampf: "Problem würde ich das nicht nennen, aber es ist auf jeden
Fall eine große Herausforderung. Tatsache ist, dass man im Qualifying
mit einer minimalen Benzinmenge fährt und dann anschließend mit
vollem Tank zum Rennen startet, ohne dass man die Abstimmung
verändern darf. Es wird absolut entscheidend sein, hier den richtigen
Kompromiss zu finden."
Frage: "Was ändert sich durch die schmaleren Vorderreifen?"
Rampf: "Generell ist der Effekt geringer als erwartet. Es ist klar, dass
die Autos stärker zum Untersteuern neigen, was wir durch eine
Verschiebung der Gewichtsverteilung nach hinten sowie entsprechende
Fahrwerksabstimmung teilweise kompensieren können."
Frage: "Wie läuft die Zusammenarbeit mit den beiden Piloten?"
Rampf: "Beide Fahrer sind ja neu im Team, entsprechend befinden wir
uns alle in einer Kennenlernphase. Dennoch ist die Zusammenarbeit sehr
gut angelaufen. Bei Pedro spürt man, dass er aufgrund seiner enormen
Erfahrung ein breites technisches Basis-Wissen hat, was für alle
Beteiligten sehr wertvoll ist. Kamui bringt seine Eindrücke schnell
auf den Punkt und liefert den Ingenieuren damit die notwendigen
Informationen, um die entsprechenden Änderungen auszuarbeiten.
Alles in allem ist die Zusammenarbeit zwischen Fahrern und Ingenieuren
bereits sehr produktiv."
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